DIE Künstlerin, Designerin und Illustratorin Birgit Löw – ein kurzes Porträt

Naturverbunden, freiheitsliebend, eigensinnig, feinfühlig und mit dem großem Verlangen zu Gestalten beschreitet sie ihren Weg...

BioGrafie

Birgit Löw wurde 1974 in München, Deutschland geboren. Bereits nach der Schulzeit zog es sie direkt in die Kreativ-Branche. Ihre 25-jährige werbefachliche Karriere als Grafikerin, Mediengestalterin und Webdesignerin wandelte sich in den vergangenen 10 Jahren immer mehr in Richtung Kunst, Design und Illustration.
Eine Auszeit 2012/2013 in der Land- und Almwirtschaft Österreichs sorgte für Erdung und brachte sie wieder in Verbindung mit der ihr innewohnenden ursprünglichen Freude am Naturerleben und dem manuellen künstlerischen Schaffen.

Seit 2018 entwirft und verkauft sie regelmäßig erfolgreich Muster und Illustrationen nach Auftrag. Als Medium nutzt sie vorwiegend Aquarell, Buntstift und Fineliner, aber auch digitale Designs kommen zum Einsatz.
Zur gleichen Zeit entstehen erste Gemälde – meist Landschaften in Acryl auf Leinwand, welche ihre Liebe zur Natur widerspiegeln. Sie nimmt an mehreren Ausstellungen in München und Umgebung teil.

2019 gründet sie das Label „Smilla’s Home“ unter dessen Namen sie Heimtextil-Kollektionen entwirft, produziert und über einen Online-Shop verkauft. Ihre Liebe zu Stoffen, Textilien und dem Gestalten von Räumen führt dazu, dass sie sich mit großer Begeisterung dem sogenannten Surface-Pattern-Design widmet – dem Erschaffen von Endlos-Mustern für Stoffe, Tapeten, Papeterie und weitere Produkte.
Selbst eigen entworfene Kleidungsstücke entstehen.

2024 wird der Drang, mehr mit den eigenen Händen zu arbeiten, immer größer. Sie beschließt sich von der werbefachlichen, digitalen Welt zu lösen. Das Ziel, möglichst unabhängig von Dienstleistern wie beispielsweise Textildruckereien arbeiten zu können, führt sie zum Linolschnitt bzw. -druck.

Seither arbeitet sie an kleinen Serien, die ihre Liebe zur Natur ihrer Heimat wiedergeben sowie an Kollektionen, die thematisch ihren Werten entsprechen wie beispielsweise Artenschutz, biologische Landwirtschaft, Rückbesinnung auf das Wesentliche. Ihre Werke werden sowohl online als auch bei ausgewählten Händlern käuflich zu erwerben sein.

PERSÖNLICHE WERTE

icon gemalt mit Aquarell als Deko-Element für Website

hochwertig

Höchstes Qualitätsbewusstsein mit dem Fokus auf Qualität statt Quantität.

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NATÜRLICH

Natürliche Materialien haben ihren Preis, aber auch Vorteile wie Langlebigkeit und Verträglichkeit.

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Ökologisch

Ökologisch vertretbares Verhalten zum Vorteil für Sie, für mich und unsere Umwelt.

Die wahre Bedeutung von "Reichtum"

Nichts drückt es meiner Meinung nach besser aus als dieses Zitat

Buchtitel Harte Tage, gute Jahre

„…Reichtum bestand für die Sennerin nicht aus einer schönen Küche mit all der blöden Elektrik, auch nicht aus einem großen Auto, teurer Kleidung und all dem anderen Zeugs, das man mit Geld kaufen konnte. Für Mare bedeutete Reichtum Freiheit und Selbstbestimmung, niemandes Untertan zu sein, sah man einmal von der Natur ab, die vorgab, wann das Vieh aufgetrieben wurde, und die mit ihrem launischen Wetter auch bestimmte, wann gemäht und geheut werden konnte.

Reichtum war für Mare zudem die Schönheit ihrer Heimat, die Erhabenheit der Gipfel, das Rauschen der Wälder, die Blumenteppiche auf den Hängen, das Glitzern der Schneekristalle, die Wolkengebilde am Himmel und die Leichtigkeit, mit der sich die Vögel vom Wind treiben ließen. In so vielen Stunden gehörte diese Welt einzig und allein ihr, weil niemand zugegen war, kein Mensch weit und breit.
Ein besonderer Reichtum war für Mare darüber hinaus außerdem die schwere Erreichbarkeit dieser schönen Landschaft…“

Werdegang – Einblick in mein Leben

Vergangenheit

Aufgewachsen in Eichenau

Aufgewachsen bin ich in Eichenau. Meine Eltern kamen der Arbeit wegen nach München. Sie wollten weg aus ihrer Heimat, dem kleinen, engen Dorf Tettenweis in Niederbayern, in dem Jeder Jeden kannte. Sie wollten mehr erreichen und frei sein. Mein Vater bekam eine gute Stelle bei Siemens, sein (Arbeits-)Leben lang. Die Sehnsucht nach der Heimat ist allerdings sehr lange in ihnen haften geblieben. Und so kam es, dass wir viele Wochenenden und auch die Sommerferien in Niederbayern verbrachten. Es war einfach nur schön dort! Die gute Luft, das Landleben, die Pferde und vor allem die lieben Großeltern und Verwandten sorgten dafür, dass es uns regelmäßig dorthin zurück zog. Wäre es nach meiner Schwester und mir gegangen, wären wir nie wieder von dort weggefahren. Rotz und Wasser haben wir jedes Mal geheult, als es wieder Richtung München ging.

Auch Zuhause haben wir mit meinen Eltern am Wochenende viel Zeit in der Natur verbracht. Im Wald, auf Feldern und Wiesen oder auch in den nahe gelegenen Bergen. Im Sommer haben wir am allerliebsten unsere Sachen gepackt und sind mit unserem wunderbaren Metzler-Schlauchboot zum Wörthsee gefahren. Den ganzen Tag auf dem Wasser, weg von den Massen am „Münchner Strand“, die Fleischpflanzerl-Semmeln in der Kühlbox. Hauptsache raus, in die Natur! Dort waren wir alle glücklich.

Anstrengende Zeit in der Schule

In die Schule bin ich nicht wirklich gern gegangen. Es war mir zu anstrengend, stundenlang still zu sitzen und zu zu hören. So hab’ ich mittags, nach Schulende, den Ranzen in die Ecke gepfeffert und bin sofort mit dem Rad irgendwo raus gefahren, um auf Bäume zu klettern oder mit Freunden und Nachbarskindern Indianer zu spielen. Gemalt und gezeichnet hab’ ich damals auch schon gerne – und war von Anfang an talentiert darin.

Bereits mit 7 Jahren stellte ich regelmäßig ganz alleine in meinem Kinderzimmer die Möbel um. In der Pubertät legte ich großen Wert auf die Gestaltung meines Zimmers. Von meinem ersten Taschengeld abonnierte ich das Magazin „Schöner Wohnen“.

Nach dem Abi wusste ich nur „irgendwas Kreatives“ will ich machen, denn Kunst war neben Sport mein Lieblingsfach. Auch für Mode schlug mein Herz. Bereits neben der Schule jobbte ich im Verkauf bei unterschiedlichen Mode-Unternehmen. Drei Probetage in einer Maßschneiderei in München machten mir riesigen Spaß. Als ich jedoch erfuhr, wie schmal dafür der Lohn sein sollte, orientierte ich mich um. Vom ersten Jahr einer Schreiner-Lehre, über ein Semester Grafikdesign an der Schwanthaler Kunstschule München schlängelte sich mein Weg hin, zu einer Ausbildung als Werbekauffrau in einer Werbeagentur. Zwei Jahre später stand ich auf eigenen Beinen und war glücklich. Gestresst, aber glücklich.

Die Werbe-Branche als Broterwerb

Viele Jahre habe ich in der Werbe-Branche verbracht. Zwischenzeitlich wechselte ich ins Marketing von Siemens mobile. Als ich eine chronische Sinusitis entwickelte, dämmerte es mir allmählich: ich hatte die Schnauze voll. 

Eine Auszeit von eineinhalb Jahren in der Landwirtschaft der österreichischen Berge, brachte mich wieder mit mir selbst in Kontakt. Raus aus dem Kopf, rein ins körperliche Arbeiten! Als ich davon zurückkam, wusste ich, so will ich nicht mehr weitermachen! Ich begann als Mode-Beraterin bei Gudrun Sjödén, einer schwedischen Textildesignerin, welche ich schon lange Zeit verehrt hatte. Sie entwirft nicht nur außergewöhnliche, farbenfrohe Heimtextilien, sondern auch Damen-Bekleidung. Und da tauchte zum ersten Mal der Gedanke auf: „Das kann ich auch! So schwierig kann das doch nicht sein!?“

Und so begann ich langsam, mir Kenntnisse an zu eigenen. Angefangen bei meinen zeichnerischen und malerischen Fähigkeiten, über den Umgang mit Adobe Illustrator sowie die Erstellung von sogenannten Endlos-Mustern, also Motiven, die sich in einem Rapport wiederholen.

„FRILUFTSLIV“ GENIEßEN

 „Friluftsliv“ (= Schwedisch: Leben im Freien) erlebt man, wenn man mit der Wildnis eine Weile im Einklang ist. Deswegen ist für Birgit Löw ein Tag, ohne Zeit in der Natur, ein verlorener Tag.

Glücksmomente meiner Kindheit

Eis verkaufen spielen
Eis verkaufen spielen mit Onkel
Beim Spazieren gehen mit der Familie
Sonntags-Spaziergang
Kindheit am See/Meer
Mit dem (Tret-)Boot unterwegs
Fipsi, der Hund meiner Oma
Ziegen streicheln im Zoo
Muscheln sammeln am Strand
Muscheln sammeln am Strand
Beim Wandern in den Bayerischen Alpen
Schlittschuh laufen am kleinen Weiher in Eichenau
Schlittschuh laufen am kleinen Weiher

DIE HEIMAT DER ELTERN UND MEINER KINDHEITS-SOMMER

Wie sehr die Kindheit prägt, ist mir heute klar – und auch der Anteil, den man im Blut mit vererbt bekommt… Viele Sommer verbrachten wir in Niederbayern, der Heimat meiner Eltern. Umgeben von Weite, einem bäuerlichen Leben mit Gärten zur Selbstversorgung, Pferden, Hund, Katze, Hühnern… Auch das Schneider-Handwerk war überlebens-wichtiger Bestandteil dieser Zeit.

alte Postkarte von Tettenweis in Niederbayern
Tettenweis, ein kleiner Ort im Rotttal.
Blick auf die Pferdeweide
Die große Pferdeweide direkt hinterm Haus.
wir Kinder beim Spielen auf dem Land
Wir Kinder beim Spielen
Fipsi, der Haushund meiner Oma
Mein geliebter „Fipsi“ gibt Pfötchen
Meine Oma Katharina Auer
Meine Oma, eine tolle Schneiderin
Birgit Löw als Kleinkind
Meine Mama und ich
Haus meiner Oma in Tettenweis
Das Haus von meiner Oma

Gegenwart

Mein Freiheitsdrang

Der große Drang nach größtmöglicher Freiheit und Autonomie hat mich in die Selbstständigkeit geführt. So arbeite ich momentan am Aufbau meines Unternehmens „Smilla’s Home“.  Hier entwerfe ich zum einen als Surface-Pattern-Designerin Muster-Kollektionen und Illustrationen. Das bedeutet, ich entwerfe Muster und Motive in verschiedenen Farbstellungen für Unternehmen z.B. aus der Textil-Branche, der Verlags-Branche, aber auch für Tapeten-Hersteller,  u.v.m. Seit sieben Jahren entwerfe ich für ein Großhandels-Unternehmen aus Hamburg Auftrags-Designs für Tassen und Teedosen.

Zeitgleich entwickle ich meine künstlerischen Fähigkeiten in Sachen Malerei weiter und kreiere unter dem Label „Lakeside Lino-Printings“ einzigartige Kunstwerke mit Hilfe des alten Handwerks Linoldruck.

Vielleicht haben Sie mich auch schon auf dem Grünen Markt kennengelernt. Hier unterstütze ich aus Überzeugung die Bioland Gärtnerei Hecker.

Die Freude am Entwerfen

Es macht mir unfassbar viel Freude, ein bestimmtes Thema in Farben und Formen zu übersetzen! Wichtig ist mir dabei, dass jede Kollektion eine Seele hat, die von einem Gefühl getragen wird, welches sich in den fertigen Designs widerspiegelt. Hierbei richte ich mich weniger nach Trends als nach meinen eigenen Erfahrungen, Erlebnissen und meiner Inspiration.

Seitdem ich auch fähig bin, meine eigenen Stoffe zu produzieren, hat mich zudem das Nähfieber gepackt. Häufig finde ich in den Läden einfach nicht, was ich mir wünsche – oder nicht in den Farben, die mir stehen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, nicht nur die eigene Wohnung mit selbst entworfenen und produzierten Heimtextilien (und Kunstwerken) auszustatten, sondern auch noch den Kleiderschrank mit Eigen-Kreationen zu bestücken. Das passt auch gut zu meinem Bestreben, einen Capsule Wardrobe zu erschaffen – mit wenigen Kleidungsstücken, die perfekt miteinander kombiniert werden können! 

Das einfache, reduzierte Leben

Ich bin ein großer Fan von Minimalismus. Das bedeutet für mich allerdings weniger Schwarz-Weiß-Denken als, dass man nur wenige Dinge um sich hat, diese aber aus vollem Herzen liebt! Der bewusste Umgang mit unserem Planeten Erde und seinen Ressourcen liegt mir sehr am Herzen. 

Häufig habe ich den Eindruck, dass meine Großeltern noch wussten, wie man „richtig“ lebt. Damals gab es weder Fast Fashion, noch Lebensmittelverschwendung, noch so eine riesige Zahl an Wohlstands-Krankheiten. Nichts wurde einfach weggeschmissen, wenn man es noch reparieren, flicken oder anderweitig verwenden konnte. Das eigene Gemüse war frei von Chemikalien und man wurde beim Anbau ganz automatisch in Demut und Dankbarkeit geschult. Auch Lärm- und Lichtverschmutzung waren unbekannt, weil sich nur wenige ein Auto leisten konnten, und man Strom noch für etwas Wertvolles hielt.

Zukunft

Meine Vision

Ich habe einen Traum vom Leben auf dem Land – umgeben von Wiesen, Wäldern, Hügeln, Feldern, Bächen und Seen. Dort, inmitten der Natur mit Blick in die Weite, habe ich mein Atelier.

Ein Atelier, in dem ich Muster & Illustrationen für namhafte, tolle, internationale Kunden entwerfen darf, Kleidung nähe und auch Bilder male und ausstelle. Ein Atelier, das auch für andere Menschen offen ist, um gegenseitig voneinander zu lernen und um mein Wissen in Workshops weiterzugeben. Im Garten räkelt sich derweil meine Miezi und unterm Apfelbaum scharren vergnüglich die Hühner.

Mehr Miteinander

Ich sehe ein Leben, in dem Raum ist für schöne Begegnungen und ein gutes Miteinander, in dem Arbeit am Computer nur noch einen kleinen Teil des Tages ausmacht. Ein Ort, an dem man die Weite spüren, die Füße ins Gras strecken kann – und man sich als Mensch nicht ganz so wichtig nimmt… Auch Tiere dürfen nicht fehlen! Hühner und Katzen, vielleicht sogar mehr.

Ich wünsche mir, dass die Menschen aufwachen, ihre Werte überdenken und feststellen, dass das Leben und die Schöpfung wunderbar sind – wenn wir es wahrnehmen. 

Was bleibt?

Mein Anliegen ist es, Spuren zu hinterlassen. Schöne Spuren. Spuren der Freude und Wertschätzung im Leben von Mensch und Tier. 

Aber auch Spuren, mit denen ich leben kann, für die ich Verantwortung übernehme und mich nicht schämen muss, wenn ich eines Tages gehe. Im besten Falle kann ich auch Sie durch meine Kunst und mein Sein dazu inspirieren, ebenfalls Ihr Leben so zu leben wie es allen gut tut – oder das Ihre auch nur ein Bisserl verschönern.

(Sie haben einen Impuls dazu? Lassen Sie es mich wissen!) 

Meine Liebe für Vögel

Illustration Wellensittich Jackie

Ein Ausnahme-Wellensittich

Als ich noch klein war, hatten wir (dank meiner Bemühungen) einen sehr zutraulichen Wellensittich. Jacki saß am liebsten auf dem Fensterbrett, inmitten der Usambara-Veilchen. Aber er flog auch große Runden durchs Wohnzimmer, landete dann auf meiner Schulter und zupfte mir am Ohrläppchen.

Wir alle liebten ihn sehr. Er wurde Erstickungsopfer einer Silvesternacht, in der wir mit Begeisterung Wunderkerzen abbrannten. Eine Tragödie. Geblieben ist meine Liebe zu diesen putzigen, federleichten Geschöpfen. So gerne sehe ich ihnen zu, wenn sie im Apfelbaum herumhüpfen.

Was wäre wohl ein Frühling ohne Vogelgesang? Deshalb habe ich beschlossen, mich für meine Freunde einzusetzen. Aus dem Erlös meiner Aufträge geht jeweils ein Anteil an den Landesbund für Vogelschutz. Auch plane ich weitere Projekte, die den Artenschutz unterstützen.

MEIN DANK

Mein Dank gilt allen Menschen, die mir bisher auf meinem Weg geholfen haben, die zu werden, die ich heute bin. Deshalb danke ich auch dem lieben Gott für all die bereichernden Begegnungen der vergangenen Jahre. Ganz besonders möchte ich mich für die anhaltende Unterstützung meiner Familie bedanken: Meiner Mutter, meinem Vater, meiner Schwester und meinem Lieblings-Schwager. Ohne sie weiß ich nicht, wo ich heute wäre.  

Unterschrift Birgit Löw
Blume als Dank